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Der Filzerhof

Der Filzerhof verdankt seinen Namen einem alten Eigentümer, einem gewissen Filzmoser, der ihn gegen Ende des 17. Jh. bewohnte. Später lebte hier - wegen besonderer demographischer Umstände - eine einzige Familie, die Laner.
Im Laufe der Zeit vergrößerte sich das Hauptgebäude, wie es auch bei anderen Höfen der Fall war. Wir unterscheiden demnach eine bergseitige zentrale Anlage mit Küche und Stall, wahrscheinlich aus dem 17. Jh., und talseitige Zubauten, die Ende des 18. Jh. entstanden.

Der Filzerhof und seine Geschichte

Die alten Flurbücher belegen die Existenz dieses Hofes schon seit dem 15. Jh.; der erste urkundlich bekannte Eigentümer, von dem der Hof wahrscheinlich seinen Namen ableitet, war ein gewisser Filzmoser (1591). Dieser Filzmoser verließ um 1600 den Hof, den dann eine andere Familie bezog. Mitte des 18. Jh. heiratete ein Laner - der ursprünglich aus Garait/Frassilongo stammte und später auf dem Lanhof von Sankt Franz/San Francesco/Auserperg lebte - eine Erbin des Hofs, verlegte seinen Wohnsitz hierher und wurde Stammvater der Laner, die Filzer genannt wurden. Dieser Familie gelang es, das ursprüngliche Gut des Hofs beisammen zu halten und es sogar zu erweitern: Wegen des Fehlens männlicher Nachkommen wurde das Eigentum durch Generationen hindurch als ungeteiltes Erbe weitergegeben.
Die Familie starb 1967 aus.

Die Restaurierung des Filzerhofs

Der Hof mit dem umliegenden Boden und dem Gemüsegarten wurde 1992 vom Kulturinstitut Bersntol Lusern erworben.
Die Anlage des Gebäudes und der älteste Teil der Innenräume sind bis in die heutige Zeit intakt geblieben, sodass hier ein wertvolles Beispiel traditioneller Bauweise gegeben ist.
Das noch nicht abgeschlossene Museum soll die traditionelle Lebensweise zeigen. Bei der Ausstattung wurden die ursprünglichen Zwecke der Räume berücksichtigt, die zum Teil mit Originalstücken des Hofes, zum Teil mit Gegenständen aus anderen Wohnungen eingerichtet wurden.
Der Hof wurde teilweise restauriert: Neubau des Dachs, Wiederherstellung des Stalls und der Söller.
Vor Ort leben noch Handwerker, die zu einer getreuen Restaurierung nach Techniken der lokalen Bauweise imstande sind. Sie fertigten im Auftrag des Kulturinstituts, wie schon von außen ersichtlich ist, ein völlig neues Dach unter Verwendung traditioneller, handgemachter Schindeln aus Lärchenholz an.

Anfahrt zum Filzerhof

Der Filzerhof (1250 m ü.d.M.) liegt in Florutz/Fierozzo/Vlarötz bei Kilometer 10 der Landesstraße S.P. 135 linkes Fersina-Ufer.
Man erreicht ihn von der Autobahn A22 in Richtung Trento, Ausfahrt Trento Nord, Staatsstraße SS 47 des Valsugana in Richtung Padova
- Ausfahrt Pergine Centro, Landesstraße S.P. 135 Richtung Fersental, bis Canezza, Landesstraße S.P. 135 linkes Fersina-Ufer bis zu Kilometer 10; oder Landesstraße S.P. 8 rechtes Fersina-Ufer bis Palai im Fersental/Palai/Palù del Fersina , Landesstraße S.P. 135 linkes Fersina-Ufer bis Kilometer 10;
- vom Fleimstal (Val di Fiemme) und vom Fassatal (Val di Fassa) oder von der Hochebene von Pinè (Altopiano di Pinè):
Staatsstraße S.S. 48 Val di Fassa, Landesstraße S.P. 83 Pinè bis Centrale di Bedollo; Landesstraße S.P. 124 Redebus-Pass bis Palai im Fersental/Palai/Palù del Fersina, Landesstraße S.P. 135 linkes Fersina-Ufer bis Kilometer 10.

Bersntoler Kulturinstitut
Istituto Mòcheno

 

I - 38050 Palai in Bersntol | Palú del Fersina | Palai im Fersental (TN)
Tel.: + 39 0461 550073 | Fax: +39 0461 540221 | Richiesta informazioni